Person & Qualifikation

Qualifikation

Meine psychiatrische Ausbildung habe ich 1995 in Berlin bei Professor Fähndrich in der Allgemeinpsychiatrischen Abteilung des Krankenhaus Neukölln, der dortigen Kriseninterventionsstation und anschliessend bei Dr. Kreutzberg im Krankenhaus des Berliner Maßregelvollzugs begonnen. 1998 wechselte ich zu Professor Helmchen an die Psychiatrische Klinik der Freien Universität Berlin.

Hier lagen meine Schwerpunkte in der sozialpsychiatrischen Tagesklinik, der sozialpsychiatrischen Institutsambulanz, der psychiatrischen Poliklinik und in der von Professor Müller-Oerlinghausen geleiteten „Berliner Lithium-Katamnese“. Begleitend war ich als Ärztin für den Berliner Krisendienst tätig. Den neurologischen Abschnitt der Facharztausbildung habe ich in zwei Berliner Schwerpunktpraxen für Multiple Sklerose und zerebrale Durch-blutungsstörungen absolviert. Im Anschluss kehrte ich für drei Jahre an die nun von Professor Heuser geleitete Psychiatrische Klinik der Charite zurück. Dort war ich im Konsil- und Liasondienst tätig und habe die Rettungsstelle des Universitätsklinikums Benjamin-Franklin betreut. Seit 2008 bin ich in eigener Praxis niedergelassen.

Schwerpunkte meiner klinischen Tätigkeit liegen im Bereich der Krisenintervention, der Psychosenpsychotherapie, der Behandlung therapieresistenter Depressionen und anderen affektiven Störungen. Mein spezielles Interesse gilt weiter der gezielten Differentialdiagnostik psychischer Syndrome, die als Begleiterscheinung vieler weiterer Grunderkrankungen auftreten. Kenntnisse über die Entwicklungen in der modernen Pharmakotherapie sind grundlegender Bestandteil meiner Arbeit.

Mein psychoanalytisches Interesse gilt besonders dem Verstehen subjektiven Erlebens in psychotischen Krisen. Ziel ist, auf der Grundlage einer psychotherapeutischen Behandlung den Gesundungsprozess einzuleiten und über einen längeren Zeitraum zu begleiten. In der Regel ist begleitend eine minimal dosierte medikamentöse Behandlung unerlässlich.

Die psychotherapeutische Behandlung von Psychosen basiert auf der Objektbeziehungstheorie, wie sie von Melanie Klein, Wilfred Bion und Herbert Rosenfeld entwickelt worden ist. Die sorgfältige Differenzierung zwischen psychotischen Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen ist für den Therapieerfolg entscheidend, weil die Behandlungsformen dieser Erkrankungen absolut gegensätzlich sind. Eine Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen basiert auf gesonderten störungsspezifischen Methoden, wie sie u.a. von Otto Kernberg als "übertragungsfokussierte" und Peter Fonagy als "mentalisierungsbasierte" Psychotherapie entwickelt worden sind.

Ich verfüge über eine Weiterbildungsermächtigung für Psychotherapie über einen Zeitraum von 24 Monaten.